Die Vorteile ätherischer Öle
Heute wissen wir um die Vorzüge ätherischer Öle und sind an die relativ neue Vorstellung gewöhnt, dass man aus Pflanzen oder anderen natürlichen Quellen Arzneimittel oder bestimmte Bestandteile gewinnen kann, die auf vielfältige Weise gegen Krankheiten oder Beschwerden des Körpers eingesetzt werden können. Nach mehreren Labortests wissen wir beispielsweise, dass die ätherisches Süßfenchelöl Es soll den Appetit zügeln und die Verdauung unterstützen.
Die spannendste Frage dabei ist: Im Allgemeinen werden derartige Eigenschaften in einem bestimmten Öl nicht zufällig entdeckt; Der Fachmann geht ins Labor mit der Absicht, eine bestimmte Anwendung nachzuweisen, die das Öl angeblich hat. Nun aber woher stammen diese Vorabinformationen? Wer hätte vor den wissenschaftlichen Tests gewusst, dass süßes Fenchelöl die Verdauung unterstützen kann?
Altes Wissen über die Vorteile ätherischer Öle
Die Antwort auf dieses Rätsel ist ganz einfach: Forscher suchen in der Regel Informationen bei Heilern oder Menschen, an die das Wissen über die medizinische Verwendung von Pflanzen von Generation zu Generation weitergegeben wurde. In vielen Fällen beginnt die Forschung zu ätherischen Ölen und vielen synthetischen Medikamenten folgendermaßen: „Sie sagen, dass diese und jene Pflanze an diesem und jenem Ort verwendet wird, um diese und jene Krankheit zu behandeln.“ Somit ist ein Ausgangspunkt geschaffen.

Manchmal sind die Informationen alt und geheimnisvoll, wie zum Beispiel die Ebers Papyrus. Der Papyrus Ebers stammt aus dem Jahr 1550 v. Chr. und ist ein ägyptischer Traktat, der im 19. Jahrhundert bei einer Mumie gefunden wurde. Neben mehreren magischen Formeln enthält er auch eine recht genaue Beschreibung des Kreislaufsystems und mehrere Zusammensetzungen beliebter Heilmittel für verschiedene damals bekannte Krankheiten. Ein Material von enormem Wert. Im Papyrus Ebers werden Möglichkeiten erwähnt, Darmwürmer loszuwerden, Menschen zu beruhigen, den Appetit zu verbessern usw. Die Ärzte der damaligen Zeit verfügten zwar nicht über ein biochemisches Verständnis auf molekularer Ebene für das, was sie taten, aber sie kannten die positive Wirkung der Anwendung von Kräutern und anderen natürlichen Bestandteilen einfach durch die Beobachtung ihrer Patienten. Schließlich waren Pflanzen und Nahrung die einzigen Werkzeuge, die sie hatten.
Gleichgewicht zwischen wissenschaftlichem und populärem Wissen
Heute gibt es zahlreiche Bücher, in denen detailliert beschrieben wird, welche Wirkstoffe in den einzelnen Ölen enthalten sind. Selbstverständlich stammen diese Informationen aus Labors und werden dort mit der erforderlichen wissenschaftlichen Genauigkeit bestätigt. Allerdings ist das Allgemeinwissen von grundlegender Bedeutung, insbesondere für die erfolgreiche Entwicklung und Anwendung ätherischer Öle. Die Volksweisheit liefert seit Jahrhunderten übereinstimmende Informationen darüber, was zu funktionieren scheint und was nicht. Mithilfe dieser Informationen können wissenschaftliche Erkenntnisse oftmals besser verstehen, wie ein solches Verfahren funktioniert.

Das Faszinierende ist übrigens, dass viele der Informationen aus dem Papyrus Ebers und anderen medizinischen Informationen aus anderen Teilen der Welt heute durch medizinische Tests bewiesen werden können. DER ätherisches Thymianölwurde beispielsweise auf seine Wirkung auf Darmparasiten getestet, die in Japan auftraten, einem Land, das große Mengen rohen Fisch isst und daher immer sehr anfällig für dieses Problem ist. Durch die Anwendung von Thymianöl wurden sämtliche Parasiten in der Petrischale abgetötet. Nachdem das Öl nur wenige Stunden einwirken gelassen wurde, war kein einziger Parasit mehr vorhanden. Wie konnten die alten Japaner dieses Wissen bereits vor Jahrhunderten erlangen? Sie haben zugesehen. Und jetzt testen wir Ihre Beobachtungen, um die tatsächlichen Funktionsweisen und Mechanismen jedes ätherischen Öls zu verstehen.
Referenzen:
[1] KOWALCZYK, Adam. Thymol und ätherisches Thymianöl – Neue Erkenntnisse zu ausgewählten therapeutischen Anwendungen. 2020.
[2] YOUSSEFI, Mohammad Reza. In-vitro- und In-vivo-Wirksamkeit von Carvacrol, Thymol und Linalool gegen Leishmania infantum. 2019.



















